Sattel-Seminar

für alle interessierten ReiterInnen, PferdebesitzerInnen, Reitbeteiligungen… kurz: für alle, die schon immer mehr über Sättel und ihre Funktion lernen wollten.

Wir starten zum Auftakt mit dem „Basiskurs Sattel“.

Es werden grundlegenden Kenntnisse vermittelt: wie ist ein Sattel aufgebaut, wie sieht das Innenleben eines Sattels aus, welche Funktionen hat er., wie sollte er auf dem Pferd liegen und was genau ist eigentlich die Sattellage des Pferdes. Außerdem lernt ihr, wie sich Sattelbalance anfühlt.

Am Ende des Seminares werdet ihr selbst erkennen können, ob euer Sattel noch gut liegt oder ob es Zeit für eine Kontrolle ist.

Interesse geweckt? Anmeldung einfach per Mail janine@sattelberatungundmehr.de oder WhatsApp 0172 2671337.

Veranstaltungsdetails:

Wann: Samstag, 20.08.2022, Start: 10:00 bis ca. 14.00 Uhr.

Wo: 40885 Ratingen Lintorf.

„Aus Raider wird jetzt Twix, sonst ändert sich nix“

… dieser legendäre Werbespruch aus den 90ern kam mir sofort in den Sinn, obwohl es sich bei mir leider nicht so schön reimt 😉 Bis vor nicht allzu langer Zeit konnte ich mir gar nicht vorstellen, mich noch mal an einen anderen Namen zu gewöhnen zu müssen, aber es kam anders <3 :

„Aus Modzel wird jetzt Tackenberg, sonst ändert sich nix“ 😉

Wundert euch also nicht, wenn ihr nun im Zusammenhang mit meiner Sattelberatung einen anderen Namen lest oder hört. Aber keine Sorge, auf meinen alten höre ich auch noch, das Umgewöhnen fällt mir gar nicht so leicht 😀

In diesem Sinne, eure

Janine Tackenberg

Auf geht´s ins Jahr 2022 – mit einigen Änderungen

Ich wünsche allen  – wenn auch ein bisschen verspätet, aber auf jeden Fall  von Herzen – noch nachträglich ein frohes neues Jahr! Seit gestern bin ich wieder „im Dienst“ und für euch da 🙂

UND … das muss ich erstmal loswerden: ein RIESENGROSSES DANKESCHÖN an alle meine Kunden, neuen ebenso wie schon treuen Bestandskunden, ohne euch alle könnte ich meinen Traumjob so nicht leben.

Die Vielzahl an Kunden hat aber auch dazu geführt, dass ich mir die über den Jahreswechsel Gedanken über neue Strukturen machen musste, um euch auch weiterhin einen guten und  verlässlichen Service bieten zu können. Das bringt nun einige Änderungen mit sich:

  • Für Terminvereinbarungen gibt es nun einen festen Zeitraum, und zwar  von Dienstag bis Freitag, jeweils von 8:00 bis 10:00 Uhr.  Zu diesen Zeiten bin ich im Büro und kann direkt auf eure Anfragen reagieren.
  •  Da das letzte Jahr dank euch so gut gelaufen ist, möchte  „Vater Staat“ nun auch mitverdienen:  ab 2022 falle ich leider nicht mehr unter die Kleinunternehmerregelung und bin somit auch mehrwertsteuerpflichtig. Ich musste meine Preise darum leider etwas anpassen – siehe Rubrik „Preise“  hier auf der Homepage.
  • Weil ich schon vor einiger Zeit den Samstag zum regulären Wochenarbeitstag erklärt habe 😉  erlaube ich mir jetzt, dafür  keine Montags-Termine mehr zu vergeben.

Ich hoffe, ihr habt Verständnis für diese Änderungen und bleibt mir trotzdem gewogen 🙂

Ich freu mich auf euch, bis bald,

eure Janine

* Winterpause vom 18.12.21 bis 09.01.22 *

Ihr Lieben <3

ein turbulentes, aufregendes und volles Jahr neigt sich dem Ende zu. Ich durfte viele tolle Reiter-Pferde-Paare kennen lernen und bei der Suche nach einem passenden Sattel begleiten. Das hat mir viel Freude bereitet! 🙂

Nun lasse ich die restlichen Tage des Jahres ruhiger ausklingen und mache mir ein paar Gedanken, was und wie ich noch etwas verbessern kann. Es wird definitiv ab nächstem Jahr einige Änderungen geben seid gespannt 😉

Aber erstmal wünsche ich Euch allen besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Ab dem 10.01.2022 bin ich wieder wie gewohnt für euch da.

Noch auf Geschenkesuche?

Hallo ihr Lieben,

wie jedes Jahr ereilt uns der Stress der Vorweihnachtszeit – selbst Corona scheint dies nicht zu bremsen. Falls ihr noch rasch und unaufwendig ein Präsent für eine/n Reiterfreund/in erstehen wollt, wie wäre es mit einem Gutschein für eine Sattelberatung oder eine Sitzschulung?

Ihr könnt einen Gutschein hierfür bei mir ganz einfach und unkompliziert abholen oder euch zuschicken lassen – natürlich weihnachtlich verpackt.

Kurze Nachricht an mich genügt 🙂

Alles Liebe & kommt gut durch die stressige Zeit,

eure Janine

Gebraucht-Sättel und sonstiges Pferdezubehör

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich in letzter Zeit ja ziemlich rar gemacht was Social Media und die Pflege dieser Homepage betrifft – ich hatte einfach unglaublich viel zu tun und habe nebenher an neuen Projekten gearbeitet: so wird es z.B. demnächst eine neue Themen-Reihe über das Innenleben und den Aufbau verschiedener Sättel geben.

Ein Projekt möchte ich euch aber heute schon vorstellen:

Habt ihr noch Schätze im  Keller / im Spind? Sättel, die ihr nicht mehr nutzt, sonstiges Zubehör wie Gurte, Steigbügel, Trensen, Kappzäume etc.? Noch gut in Schuss und hochwertig, also viel zu schade, um einfach nur zu verstauben oder Schimmel anzusetzen?  Und es scheitert immer an der Zeit, diese Sachen mal bei Ebay rein zu setzen?

Ab jetzt mache ich das für euch  😉 Wenn ihr also etwas Interessantes habt und los werden wollt – meldet euch bei mir. Ich bin schon gespannt 🙂

Themenreihe „Rund um den Sattel“ 5.) die Begurtung – verschiedene Sattelgurtformen

Auch ein Thema, was gerne für Verwirrung sorgt. Versuchen wir mal, ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen. Wozu ist der Sattelgurt da? Er fixiert den Sattel auf dem Pferderücken. Und ähnlich wie die unterschiedlichen Gurtstrupfen-Varianten gibt es auch Sattelgurt-Varianten, die helfen können, bestimmte Problembereiche zu minimieren.

Es gibt im Wesentlichen vier verschiedene Sattelgurt-Formen (Foto 1) … und gefühlte 1000 Extra-Varianten, von denen wir uns aber nicht verwirren lassen sollten 😉

  • ein Gerader Gurt ist für alle Pferde geeignet, die eine unproblematische Sattellage haben, d.h. die Gurtstrupfen und die Gurtlage liegen auf einer Linie und sind nicht gegeneinander verschoben
  • ein V-förmiger Gurt  ist sehr gut geeignet für Pferde, die genau dieses nicht haben: liegt die Gurtlage weiter vorne als die Strupfen des Sattels, zieht ein normaler, grader Gurt den Sattel beim Reiten unweigerlich an oder auf die Schulter. Hier kann ein V-förmiger Gurt Abhilfe schaffen.
  • ein Anatomischer Gurt ist sehr angenehm für Pferde mit schmaler Brust, bei denen der normale Sattelgurt gerne mal Druck- und Scheuerstellen am Ellenbogen erzeugt
  • ein Mond-Gurt ist für kurze, rundrippige Pferde gedacht, bzw. für Pferde „mit viel Bauch“, bei denen dadurch kaum Sattelgurtlage vorhanden ist und dadurch ebenfalls alles gerne nach vorne rutscht

Häufig werde ich nicht nur nach der passenden Sattelgurtform gefragt, sondern auch nach dem besten Material. Das ist nicht eindeutig zu beantworten: Pferde haben unterschiedliche Vorlieben und darauf sollte man Rücksicht nehmen. Meine Favoriten sind hochwertige weiche Ledergurte oder Schnurengurte aus Mohair.

In diesem Zusammenhang habe ich aber noch ein weiteres Anliegen: immer wieder komme ich zu Kunden, die den Sattelgurt so fest wie möglich „anknallen“ und das Pferd regelrecht einschnüren 🙁 BITTE tut dies nicht. Ich frage immer, ob sie sich schon mal vorgestellt haben, wie „angenehm“ es wäre, wenn sie selber einen fest gezogenen Gürtel unterhalb der Brust auf den Rippen tragen müssten  Es reicht, wenn man zwischen Fell und Gurtstrupfe noch ohne Probleme einen Finger durch stecken kann (Foto 2). Aus demselben Grund rate ich auch von Gurten mit Gummizug ab. Diese werden unbewusst so gut wie immer zu fest angezogen.

Wie macht ihr es? Achtet beim nächsten Reiten mal darauf 🙂

Themenreihe „Rund um den Sattel“ 4.) die Begurtung – verschiedene Gurtstrupfen

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl verschiedener Gurtungsmöglichkeiten, die alle zum Ziel haben, den Sattel bestmöglichst auf dem Pferd zu fixieren. Hierzu stelle ich euch mal einige vor:

Die „normale“ Parallelgurtung (Foto 1 und 2)

Ist das, „was man so kennt“ – es gibt zwei (oder drei) Gurtstrupfen, die nebeneinander mittig am Sattelbaum angebracht sind.  Vorteil: diese Form begurtet gleichmäßig am Schwerpunkt des Sattels, dadurch wird recht wenig Druck im vorderen Bereich des Sattels ausgeübt, was wiederum zur Folge hat, dass die Schulter schön frei bleibt.

Die Y-Gurtung  mit Schwerpunktgurtung (Foto 3)

Bei einer Y- Gurtung wird der Druck breiter  verteilt, weil die hintere Gurtstrumpfe nicht direkt am Sattelbaum befestigt ist, sondern an einem Gurtband, das wiederum durch seine Aufhängung an zwei Stellen mehr Druckverteilung ermöglicht. Dann kommt es aber noch darauf an, an welcher Stelle die vordere Strupfe angebracht  ist. Auf Foto 3 ist die Y-Gurtung mit der normalen Schwerpunktgurtung kombiniert – dadurch wird der Sattel stärker im hinteren Bereich fixiert und soll so das Wippen eines Sattels minimieren.

Die Y-Gurtung mit Vorgurtstrupfe (Foto 4)

Bei einer Vorgurtstrupfe wird die vordere Strumpfe so weit wie möglich vorne angebracht, in der Regel am Kopfeise.  Logischerweise wird dadurch der Sattel vor allem im vorderen Bereich fixiert und soll so ein Vorrutschen  auf die Schulter verhindern.

Aber ACHTUNG Vorgurtstrupfe!!!

Das ist mir wichtig: eine Vorgurtstrupfe KANN das Vorrutschen des Sattels verhindern, oft genug reicht das aber nicht. Deshalb ist sie kein Allheilmittel und sollte, meiner Meinung nach, nur in begründeten Fällen verwendet werden. Denn diese Strupfe hat auch einen Nachteil: sie erzeugt gerne zu viel Druck im Bereich des Kopfeisens und auf dem Trapezmuskel. Deshalb ist es GANZ WICHTIG, dass eine Vorgurtstrupfe NICHT bis zum Anschlag gegurtet wird, sonst bekommt ihr beim nächsten Besuch der Physio zurecht einen großen Rüffel :-/

Habt ihr euch schon mal die Begurtung eures Sattels näher angeschaut? Es gibt noch weitere – nicht so häufig anzutreffende -Varianten, habt ihr eine davon? Wenn ihr dazu Fragen habt, meldet euch einfach 🙂

Aus aktuellem Anlass: Equines Herpes Virus

Der Ausbruch des Equinen Herpes Virus beim spanischen Reitturnier in Valencia hat mittlerweile auch  Auswirkungen bei uns. Auch wenn das Problem bisher vermutlich nur große Turnierställe betrifft, ist etwas mehr Achtsamkeit für alle Pferdemenschen sinnvoll, vor allem natürlich für diejenigen, die zwischen verschiedenen Ställen hin und her wechseln und mit vielen Pferden Kontakt haben. Und Achtsamkeit ist gar nicht so schwer 😉

Zum einen sind wir ja eh Corona-bedingt schon gewöhnt, die üblichen Hygieneregeln einzuhalten – Desinfektionsmittel ist seit Monaten mein treuester Begleiter^^ – , zum anderen bitte ich einfach um Verständnis dafür, dass für mich zur Zeit die Kopfregion des Pferdes tabu ist – also kein Abtasten des Kopfes und leider auch kein Schmusen, da sich das Virus durch Tröpfchenübertragung verbreitet, also z.B. beim Husten oder Abschnauben. Auch ihr solltet das im Hinterkopf haben, wenn ihr z.B. das Pferd der besten Freundin in einem anderen Stall besucht, mit ihm nicht grade am Kopf kuscheln, und euch, bevor ihr danach zum eigenen Pö fahrt, einmal die Hände gründlich desinfizieren.

Wichtig ist mir aber, noch mal zu betonen, dass wir nicht in Panik verfallen müssen: genauso wie wir Menschen leben auch die Tiere oft nahezu symptomlos mit verschiedenen Herpes-Viren-Stämmen, mit denen sie zu irgendeinem Zeitpunkt in Kontakt gekommen sind, und die sie (genauso wie wir Menschen) nie wieder los werden. Lediglich wenn das Immunsystem durch Krankheit und/oder Stressfaktoren übermäßig belastet ist, können die Viren aktiv werden und Krankheitssymptome verursachen. Der aktuelle EHV scheint jedoch leider einen schweren akuten Krankheitsverlauf zu haben, deshalb ist Vorsicht geboten. Wir sollten alle versuchen, dass dieser Virus-Typ keine Chance hat, sich bei uns weiter auszubreiten.

Habt ihr noch Fragen zu Herpes-Viren, dann meldet euch einfach bei mir 🙂

Themenreihe „Rund um den Sattel“ 3.) Rippenbogen und Schulter

Auch dies ist ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl des passenden Sattels:

Als Rippenbogen bezeichnet man die Biegung der Rippen von der Wirbelsäule ausgehend in ventraler Richtung (also nach unten). Man mag es vielleicht zunächst einmal nicht glauben, aber dieser Bogen kann von Pferd zu Pferd  sehr unterschiedlich aussehen  – siehe Fotos. Schmale Rippenbögen findet man häufig bei  Vollblütern und auch bei vielen Warmblütern. Runde Rippenbögen oft bei Haflingern, Arabern, vielen PRE´s. Allgemein gültig ist diese Aussage jedoch nicht! Es muss wie immer im Einzelfall geschaut werden.

Wozu ist das wichtig?

Der Rippenbogen gibt auch wieder einen Hinweis darauf, welche Sattelbäume infrage kommen, und er gibt vor, wie die Kissenwinkelung des Sattels  sein sollte.  Die Kissen eines Sattels sollen immer flächig aufliegen. Ist aber die Winkelung der Kissen zu steil,  oder sind die Kissen zu prall gefüllt, minimiert das die Auflagefläche und kann – mal wieder – zu sehr unangenehmen Druckstellen führen.

Auch die Lage und Größe der Schulterblätter sollten bei derAuswahl, bzw. Anpassung des Sattels  mit einbezogen werden.

Wie wird’s gemacht?

Schaut, dass euer Pferd geschlossen steht und stellt euch dann hinter die Schweifrübe und blickt über die Kruppe hinweg nach vorne. Ist das Pferd zu groß, nehmt eine Aufstieghilfe oder etwas anderes in der passenden Größe – es ist wichtig, dass ihr einen freien Blick über den Rücken habt. Erschreckt nicht, wenn die Schultern rechts und links sehr unterschiedlich aussehen… das ist eher die Regel, denn die Ausnahme und liegt schlicht in der Anatomie des Pferdes begründet. Mit zunehmender Gymnastizierung des Pferdes nimmt die Ungleichheit der Schultern ab, ganz symmetrisch ist es jedoch fast nie. Je nachdem wie ausgeprägt und /oder unterschiedlich die Schultern sind, muss dem jedoch beim Sattel Rechnung getragen werden.

Auch hier wieder der Rat: schult euren Blick durch Anschauen möglichst vieler Pferde. Das gilt vor allem für die unterschiedlichen Rippenbögen.